Streckenflug Möglichkeiten

Die Erfordernisse dafür:
Voraussetzung gültiger Hänge bzw. Paragleiterschein (SOPI).
20 Höhenflüge in den Alpen.
davon 10 Flüge in den Alpen mit über 500 Meter Höhenunterschied.
davon 10 Flüge mit über 1/2 Stunde Flugdauer.
1 Streckenflug im Übungsbereich unserer Schule von 10 Km für Paragleiter und 20 KM für Drachenflieger.
Theorie: Unterrichtet werden die Fächer Navigation, Streckenfluglehre, Luftrecht, Wetterkunde und Flugmedizin.
Die Überland Berechtigung wird vom ÖAEC auf Antrag im HG - PG Schein (SOPI) eingetragen.
Kursbeginn individuell nach Vereinbarung.
Kurspreis siehe Link Kosten Übersicht.
Nicht vergessen GPS oder Data Back Camera mit Film mit nehmen.
Eventuell Vario mit Barograph (FAI Genehmigung nicht erforderlich).
5 - Täler stehen Dir bei uns zur Verfügung:
Startplätze : St. Mandl, Hochstein oder Kollnig/Ebnerfeld
Drautal = Richtung Emberger Alm (Greifenburg)
Iseltal = Richtung Matrei (Felbertauern)
Pustertal = Richtung Sillian (Bruneck)
Mölltal = Richtung Heiligenblut (Großglockner)
Mölltal = Richtung Obervellach (Sachsenburg)
Die
"Startplätze" im Großraum Lienz:
Zettersfeld - Pepo Steinermandl:
Höhe: 2200 NN, Höhenunterschied ca. 1600 Meter Koordinaten: Zone 33 N, Ost 331401, Nord 5193664 (UTM WGS84) oder 12°47'13.9'' Ost, 46°52'29.8'' Nord
Erreichbar in der Winter wie auch
Sommer Saison mit den Lienzer Bergbahnen, mehr dazu:, http://www.lienzer-bergbahnen.at
oder auch möglich, mit dem Auto (Maut) und auch mit Taxi Xander, Preise
weiter unten.
Bei der Flugschule (Landeplatz) findet sich meist jemand der mit rauf möchte ;-)
Das Taxi fährt meistens nur bis zum "Stich"
also nicht ganz rauf zum Steinermandl. Der Start von dort ist möglich, besser
ist es aber die 20 min hinauf zum Pepo wandern und dort die Chance auf einen
Thermikflug zu nutzten.
Dies ist auch der Haupt Ausgangspunkt für Streckenflüge,
Soaringflüge oder gemütliche Gleitflüge.
Startplatze in Südöstlicher oder in Südwestlicher
Richtung neben dem Sessellift Ausstieg.
Zu beachten:
- im Winter auf die Schifahrer Acht geben, im Sommer
sind Kühe am Startplatz :-) Die Kühe bitte nicht „Wild“ verscheuchen,
sonst wird unsere Milch oder der Bauer sauer ;-)
- Mindestabstand zu Sessel - und Schleppliftseil!!
- meist starker Talwind ab Mittag im Sommer, beim Landen im
Tal gegen Osten vorhalten! „Da Oben“ herrscht meist eine andere Windrichtung
als im Tal !
Ebnerfeld und Kollnig:
Höhe: 1420 NN, Höhenunterschied ca. 700 Meter Koordinaten: Zone 33 N, Ost
332064, Nord 5191199 (UTM WGS84) oder 12°47'49.4'' Ost, 46°51'11.6'' Nord, Anfahrt:
An der Talstation der Bergbahn in Richtung, Gaimberg, weiter Richtung
Faschingalm. Oder mit dem Taxi, Am besten kurz am
Landeplatz vorbei schauen, meist ergibt sich eine Mitfahrgelegenheit!
Im Sommer ist es hier auch möglich später am Tag zu
starten und dann an der weiter östlich gelegenen Debant Kante zu Soaren.
Hochstein:
Höhe: 2000 NN, Höhenunterschied 1400 Meter Koordinaten: Zone 33 N, Ost
324987, Nord 5187629 (UTM WGS84) oder 12°42'20.4'' Ost, 46°49'09.0'' Nord, der
Start ist 10 Gehminuten von der Hochstein Hütte oder vom Parkplatz jeweils in
Östlicher Richtung. Leider selten benutzt wird der
Startplatz Hochstein. Die Flugschule Bruno Girstmair führt hier von Mai bis
September Frühstücksflüge durch, die Maut ist im Taxi Fahrpreis der um die
5-8 € liegt, inkludiert, das Frühstück auf der Hochsteinhütte nicht. Der
Sonnenaufgang und die Sicht am Morgen ist ein Traum.
Termine fürs Frühstückfliegen gibt es bei Bruno! Tel:
++43 (0) 676 – 477 578 3
Preise Taxi
Xander:
Zettersfeld und Hochstein
1 – 4 Personen 24,- €
5 – 8 Personen 48,- €
Ebnerfeld und Kollnig
1 – 4 Personen 15,- €
5 – 8 Personen 24,- €
Taxi Telefon: ++
43
– (0) 4852 – 65 3 65, der Chef +
43 – (0) 676 – 846 58 420
Sreckenflugmöglichkeiten
Der Ausgangspunkt Zettersfeld
ist ein wenig anspruchvoller als Greifenburg da zwei Talquerungen schon ganz am
Anfang des Fluges liegen (Hochstein und Ederplan). Der Schwierigkeitsgrad ist
Wetterabhängig.
Ein Streckenflug Richtung Matrei bietet einen wunderschönen
Blick auf den Venediger und den Glockner, den man bei guten Verhältnissen (größte
Flughöhe 2002 - 4300m) auch überfliegen kann.
Steckenflugbeschreibung :
Gute Ausführliche Beschreibung des Streckenfluggebiets und was man beachten muss. Diese Beschreibung wurde aus den Seiten der damaligen OsttirolOpen entnommen, Autor unbekannt, er wurde ergänzt vom Lienzer Gleitschirmfliegerverein „touch haven“ und der Flugschule Bruno Girstmair.
Start - /Landeplatz:
Mit der Seilbahn geht es hinauf zum Startplatz Steiner Mandl: Ca. 1600 m Höhendifferenz stehen nun zur Verfügung. Nur 50m neben der Ausstiegsstelle befindet sich der riesige südlich ausgerichtete Wiesenstartplatz. Der Start ist hier problemlos auch für weniger versierte Piloten möglich. Man kann bei südwestlichen bis südöstlichen Wind starten. Das gesamte Landeplatz Areal "Postleite" liegt direkt bei der Flugschule ein. Ein Entgelt fürs Landen wird nicht erhoben, wir freuen uns aber über eine "Freiwillige Spende" und um einen Eintrag ins ausliegende Flugbuch, zwecks Statistik, wird gebeten.
Der Landeplatz Postleite ebenso die Flugschule Bruno Girstmair befindet sich von der Bundesstrasse B 100 aus kommend Ampel - Richtung Zettersfeldstrasse – dann nach ca. 100 Meter erste kleine Kreuzung wieder rechts abbiegen und dann ca. 700m (Ausschilderung beachten) er liegt in Östlicher Richtung bis zum Parkplatz fahren. Der Landeplatz ist sehr großzügig und mit seiner langen Seite genau im Talwind (Hauptwindrichtung SO - Wind) ausgerichtet.
Südlich des Platzes verläuft eine große Hochspannungsleitung. Diese ist zwar beeindruckend aber durch die Länge und Breite des Landeplatzes sollte sie kein wirkliches Problem darstellen. Die Landevolte „Gegen, Quer und Endanflug“ ist hier bei Westwind bedingt durch die Hochspannungsleitung ebenfalls auf der Bergseite, also rechts herum! Die Talstation der LBB ist in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen und befindet sich in ca. 500m Entfernung vom Landeplatz.
Panorama
Direkt vom Startplatz aus hat man schon ein gewaltiges Panorama. Im Süden blickt man genau auf die schroffen Lienzer Dolomiten. Im Westen schaut man Richtung Sillian ins Defereggengebirge und östlich liegt das bekannte Streckenparadies um Greifenburg mit den Bergen der Kreuzeckgruppe. Und nördlich blickt man, wenn man erstmal etwas überhöht hat, zum Alpenhauptkamm in den Nationalpark Hohe Tauern mit dem 3797m hohem Großglockner und vielen weiteren Dreitausendern. Die Aussicht ist beeindruckend und an guten Tagen sind die Basishöhen weit über 3000m oft 4000m und mehr. Da schaut man schon mal von oben auf den Großglockner, wer das mal erlebt hat vergisst es sein Leben lang nicht mehr.
Talwind
Der Talwind kann beachtliche Dimensionen annehmen. Als Faustregel kann man
sich merken: Im Winter kaum Talwind im Frühjahr schwach im Sommer stark und im
Herbst teilweise auch noch stark. Je ungehinderter die Sonne scheint umso stärker
wird der Talwind. Weht der überregionale Wind in Richtung des Talwindes verstärkt
das auch den Talwind. Bei Lienz lässt also ein südöstlicher Höhenwind den
Talwind stärker werden. Im Sommer setzt der Talwind vormittags ein und erreicht
seine volle Stärke am frühen Nachmittag und wird abends wieder schwächer.
Der Talwind weht in Lienz von Ost nach West. In Lienz teilt sich der Talwind und
strömt ebenso Richtung Sillian nach Südwesten. 4 km östlich von Lienz geht es
auf der Passstraße am Iselsberg nach Norden Richtung Heiligenblut und der berühmten
Großglockner Hochalpenstraße. Auch hier teilt sich schon der Talwind und weht
hier nach Norden ins Mölltal.
Thermikanschluss / Streckenmöglichkeiten
1. Richtung
Westen - über Matrei Richtung Felbertauern
Ist man etwas später dran und kommt erst am Nachmittag zum Starten bietet sich
ein Flug Richtung Alpenhauptkamm an. Die Sonne ist dann schon im Südwesten und
so sind die Bergflanken schön direkt von der Sonne angestrahlt. Ohne weitere
Probleme fliegt man so die ersten 14 km bis zum ersten Talsprung der einen dann
nach Matrei führt. Falls man tief ankommen sollte (wahrscheinlich kommt man
aber hoch an) kann man im Talwind am Kegelstein, 6 km vor Matrei, aufsoaren und
auf den westlichen Hängen mit sicherem Thermikanschluss rechnen. Den Weiterflug
zum Alpenhauptkamm sollte man nur unternehmen, wenn man sicher ist nicht
abzusaufen. Hier werden die Landeplätze selten, das Tal sehr eng und ist noch
mit Hochspannungsleitungen verseucht. Beim Rückflug sollte man immer maximale Höhe
machen da man wenn man ungeplanter Weise tief kommt, in den Talwind sinkt und
der steht jetzt gegen die Flugrichtung. Allerdings sollte man auch bedenken,
dass die Basis Richtung Hauptkamm rasant zunimmt und einem so dass Zurückkommen
auch erleichtert wird. Die Basis in Matrei kann leicht schon 500m höher liegen
als in Lienz. Und in Lienz kann sie leicht noch mal 500m höher liegen als in
Greifenburg!
2. Richtung Osten – über Anna
Schutzhaus nach Greifenburg
Beim Flug Richtung Greifenburg kommt man in das berühmt-berüchtigte Gebiet
des Anna-Schutz Hauses (1992m). Aus Erfahrung weiß man; und es hat sich weit
herumgesprochen, dass es dort sehr turbulent sein kann. Der Ausläufer des
Berges Nikolsdorf (Segelflugplatz) verengt das Tal und so streicht der Talwind
hier sehr weit hinauf und verursacht dadurch die manchmal starken Turbulenzen.
Als ich beim ersten Mal diese Richtung wählte war ich in Lienz auf 3800m und am
Anna-Schutz Haus habe ich von sofort von 2700m wieder auf über 3500m
aufgedreht. Wenn man nicht tief kommt hat es auch keine Turbulenzen. Ich will
damit nur verständlich machen, dass es in der Fliegerei nicht immer nach dem
gleichen Schema geht. Jeder Flug ist anders und man muss halt flexibel bleiben.
Der Flug bei der Osttirol Open führte uns ebenfalls Richtung Greifenburg und
zurück. Die meisten flogen die 44km Aufgabe und selten waren wir bei dem Flug
überhaupt mal auf der Höhe des Anna-Schutz Hauses. Und das hat auch
funktioniert, ist aber natürlich nicht so schön als wenn man hoch aufdrehen
kann.
Also: Je höher man ist auf dem Flug Richtung Osten umso einfacher hat man es.
Wenn man am Zettersfeld nicht so hoch aufdrehen kann, dass es reicht um vor die
Südwestflanke der Kreuzeckgruppe zu kommen, kann man am Iselsberg (genauer:
Stronach Kogel), das ist der kuppenförmige Berg mit der großen
Hochspannungsleitung, die über den Berg führt, noch mal aufdrehen. Hier sollte
man nun unbedingt maximale Höhe erkurbeln bevor man weiter Richtung Osten
fliegt. Ist man an dem großen Gebirgszug der Kreuzeckgruppe, sollte man die
ganzen kleinen Taleinschnitte nicht unterschätzen und einfach tief weiter
fliegen, auch hier ist es ratsam und meistens schneller wenn man maximale Höhe
macht bevor man zur nächsten Bergspitze weiterfliegt. Auf diese Weise kann man
nun einfach bis zur bekannten Radlberger Alm fliegen und mit dem Talwind auch
wieder zurück nach Lienz. Wer größere Ambitionen hat kann auch die große
Querung des Drautals zum Goldeck noch angehen. Hier hat sich die Querung direkt
von der Radlberger Alm auf die westlich bis nordwestlich ausgerichteten
Waldschneisen bewährt. Vor dem Rückflug maximale Höhe machen und wieder zurück
über das Drautal zur Kreuzeckgruppe queren.
3. Richtung Nordost - über
den Iselsberg ins obere bzw. untere Mölltal
Ist der Talwind zu stark oder die Basis zu tief oder weil man einfach möchte,
kann man auch ins Mölltal fliegen. Am Iselsberg noch mal aufdrehen oder direkt
vom Zettersfeld den Leitenkopf anfliegen. Diese 12 km lange südöstliche
Bergflanke ist thermisch sehr ergiebig. Man kann nun weiter über das Böseck
bei Mallnitz an die Reißeckgruppe fliegen und hat freie Sicht auf den Millstätter
See. Am Ende der Reißeckgruppe sollte man aber umdrehen oder man geht die große
Querung zum Tschiernock an und versucht auf dieser Route bis zum Ossiacher See
zu kommen. Wenn man umdreht und zurück fliegen möchte, sollte man die gleiche
Route wie auf dem Hinflug wählen. Die am Start angeflogene Südostseite liegt
nun zwar nicht mehr gut angestrahlt, aber der Talwind steht immer noch drauf und
aus den Süd und Südwestecken geht immer noch die Thermik ab. Vor dem Endanflug
nach Lienz macht man natürlich wieder Basis. Hat man zuerst auch verstärktes
Sinken kommt man beim Weiterflug aber in den Drautal-Talwind und es schiebt
einen wieder ans Zettersfeld.
4. Richtung Südwest - über
Sillian nach Bruneck
Man kann nun weiter nach Südtirol über Bruneck bis Brixen oder Sterzing
fliegen (ca. 100km) oder für die noch höher ambitionierten Piloten, auch noch
den Rückflug versuchen, 197km sind in diesem Gebiet schon geschafft worden.
Jahreszeit
Man kann das ganze Jahr über fliegen. Die großen Strecken werden oft ab
Mitte April bis in den September hinein geflogen.
Also einfach mal weg von den überlaufenen Startplätzen, rein in das Vergnügen
Lienz ;-)
Du weißt ja .....
Startmeldungen liegen bei Bedarf am Landeplatz auf.